Grundstück und Bau

Vorbereitung des Grundstücks für ein Modulhaus und ein Tiny House: Fundamente, Zufahrt und Anschlüsse

Vorbereitung des Grundstücks für ein Modulhaus und ein Tiny House: Fundamente, Zufahrt und Anschlüsse

Ein Modulhaus oder Tiny House entsteht in der Werkstatt, muss jedoch auf Ihrem Grundstück stehen. Was muss bereits fertig sein, bevor das fertige Haus angeliefert wird? Wir gehen auf den Untergrund, die Fundamentarten, Radon, Anschlüsse sowie die Zufahrt für LKW und Kran ein, der das Modul aufstellt.

Warum es sich lohnt, die Vorbereitung des Grundstücks gleich zu Beginn zu klären

Bei Modulhäusern findet der Großteil der Arbeiten außerhalb des Grundstücks statt. Laut ŠVEMAWOOD „wird jedes Modul vollständig in der Werkstatt gefertigt – einschließlich Elektroinstallation, Wasseranschluss und Oberflächen – und auf dem Grundstück lediglich aufgestellt und angeschlossen“. Transport und Montage dauern nach Angaben des Unternehmens in der Regel nur wenige Tage. ŠVEMAWOOD transportiert das fertige Haus zum Standort und setzt es auf die vorbereiteten Fundamente. Auf dem Grundstück wird das Modul mit einem Kran aufgestellt.

Das Wort „vorbereitet“ ist wichtig. Das Haus aus der Werkstatt mag zwar rechtzeitig fertig sein, doch wenn auf dem Grundstück die Fundamente oder Anschlüsse fehlen, muss es warten. Daher lohnt es sich, die Vorbereitung des Grundstücks parallel zur Fertigung des Hauses zu planen. Laut ŠVEMAWOOD verursacht nämlich meist nicht die Fertigung Verzögerungen, sondern gerade die Vorbereitung des Grundstücks: Fundamentplatte, Anschlüsse oder Unterlagen.

Klären Sie zunächst, worauf Sie bauen werden

Die Bauvorschriften (die bis Oktober 2026 durch die Verordnung Nr. 146/2024 Sb. festgelegt sind) besagen, dass „die Fundamentierung des Bauwerks so geplant und ausgeführt werden muss, dass sie den durch eine Baugrunduntersuchung am Bauort ermittelten Bodenverhältnissen entspricht“. Darüber hinaus muss das Bauwerk so gegründet werden, dass weder seine Stabilität noch die umliegenden Grundstücke und Gebäude gefährdet werden.

Bevor Sie also die Art des Fundaments auswählen, muss der Planer wissen, wie der Untergrund beschaffen ist: ob er tragfähig ist, wie hoch der Grundwasserspiegel liegt und ob das Grundstück an einem Hang liegt. Entsprechend wählt der Planer die Fundamentart aus, beispielsweise eine Fundamentplatte, Streifenfundamente oder Erdschrauben.

Welche Fundamente kommen in Frage?

Fundamentplatte. Eine Stahlbetonplatte ist die klassische Lösung. Sie weist jedoch gewisse technische Einschränkungen auf. Ein Vergleich, den ein Autor eines Anbieters von Fundamenten mit Erdschrauben auf TZB-info veröffentlicht hat, führt für eine konkrete Fundamentplatte für ein Passivhaus (auf 1 m tiefen Fundamentstreifen) aus, dass die Arbeiten einschließlich Dämmung und Betonestrich etwa zwei Monate in Anspruch nehmen, da der Beton aushärten muss, und dass das Gießen der Platte im Winter sehr schwierig ist.

Bei Holzbauwerken wird vor der Errichtung der Wände auf der Betonplatte eine Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit verlegt. Ein Fachartikel auf TZB-info über die Verbindung der Holzwand mit der Fundamentplatte weist zudem darauf hin, dass die Fundamentplatte stets Dickentoleranzen aufweist und niemals vollkommen eben ist. Eine zentimetergenau gefertigte Holzkonstruktion muss daher auf der Platte ausgerichtet werden. Je präziser die Platte ist, desto einfacher ist die Montage.

Erdschrauben. Eine Alternative sind Stahl-Erdschrauben, auf die Tragbalken aufgelegt werden. Laut demselben Vergleich, d. h. gemäß den Angaben des Herstellers zu seinem eigenen System, ist eine Bodenplatte aus Dämmplatten (SIP) auf Erdschrauben innerhalb von zwei bis drei Tagen fertiggestellt und kann ganzjährig verlegt werden. Abgesehen von einem kleinen Schacht für die Anschlüsse wird weder ausgehoben noch Erde bewegt. Bei der verglichenen Lösung befanden sich die Schraubenköpfe 200 bis 300 mm über dem Gelände. Es handelt sich hierbei um Angaben aus einem konkreten Beispiel, nicht um eine allgemeine Regel. Ob Erdschrauben für Ihr Grundstück geeignet sind, muss der Planer anhand einer Bodenuntersuchung beurteilen.

Tiny House auf einem Fahrgestell. ŠVEMAWOOD baut Tiny Houses sowohl in mobiler als auch in fester Ausführung. Das mobile Haus steht auf einem Fahrgestell und kann versetzt werden, die feste Variante wird laut Angaben des Unternehmens „auf Fundamenten errichtet und dient als dauerhafter Wohnsitz“. Bei der mobilen Variante entfallen somit klassische Fundamente, doch Sie benötigen weiterhin einen ebenen und tragfähigen Standort sowie eine Zufahrt.

Holz sollte nicht direkt auf dem Boden stehen

Unabhängig davon, für welche Art von Fundament Sie sich entscheiden, sollte die Holzkonstruktion nicht direkt auf dem Boden stehen. Ein begutachteter Artikel auf TZB-info zum Thema konstruktiver Holzschutz empfiehlt, Holzelemente „auf eine Höhe von mindestens 300 mm über dem Boden anzubringen“. Dieselben 300 mm werden auch in einem Artikel über den Anschluss eines Holzbaus an die Fundamentplatte als Bereich für Spritzwasser angegeben.

Warum dies wichtig ist: Laut dem begutachteten Artikel von Ing. Petr Ptáček (ČVUT UCEEB) wird bei Holzbauten am häufigsten die Fundamentleiste befallen und beschädigt. Als Ursachen nennt er unter anderem das Eindringen von Wasser in die Fassade oder die Errichtung des Holzbaus unterhalb des Niveaus der Fundamentplatte. Achten Sie daher bei Geländearbeiten rund um das Haus darauf, dass sich das Gelände nicht nach und nach dem Holz nähert.

Radon: Wann wird der Radonindex ermittelt und wann nicht?

Das Atomgesetz (Nr. 263/2016 Slg.) verpflichtet jeden, der eine Baugenehmigung für ein neues Gebäude mit Wohn- oder Aufenthaltsräumen beantragt, die Ermittlung des Radonindexes des Grundstücks sicherzustellen. Das Gesetz sieht jedoch eine Ausnahme vor. Die Ermittlung des Radonindexes ist nicht erforderlich, wenn alle Außenwände des Bauwerks durch eine Luftschicht vom Untergrund getrennt sind, durch die Luft ungehindert strömen kann, oder wenn eine vorbeugende Radonschutzmaßnahme vorgesehen ist, die auf der Ableitung von Radon aus dem Untergrund außerhalb des Gebäudes basiert.

Für ein Modulhaus oder ein Tiny House auf Erdschrauben oder einem anderen Fundament mit belüftetem Raum unter dem Fußboden kann dies eine praktische Kostenersparnis darstellen. Ob die Ausnahme auf Ihren Fall zutrifft, bestätigt der Planer.

Anlieferung: Lkw, Abmessungen und Aufstellort

Ein fertiges Modul ist eine große Ladung. Die Verordnung Nr. 209/2018 Sb. legt die maximale Fahrzeugbreite einschließlich Ladung auf 2,55 m und die Höhe auf 4,00 m fest (bei einem Sattelzug 4,08 m). Ein Fahrzeug, dessen Abmessungen einschließlich der Ladung diese Werte überschreiten, gilt gemäß dem Straßenverkehrsgesetz als „Sonderfahrzeug“. Seine Fahrt stellt eine besondere Nutzung der Straße dar und wird von der Straßenverkehrsbehörde genehmigt. Die Route und die Genehmigung sind daher Bestandteil der Transportplanung.

Auf das Grundstück müssen ein Lkw mit dem Modul sowie ein Kran fahren, der das Modul auf das Fundament absetzt. Besprechen Sie daher vor dem Liefertermin mit dem Lieferanten folgende Punkte: Wie breit und befestigt ist die Zufahrt bis zum Aufstellungsort? Hängen keine Leitungen über dem Weg oder ragen keine Äste hinein? Wo wird der Kran stehen und ist der Untergrund dort tragfähig? Werden der Lkw oder der Kran auf einer öffentlichen Straße stehen?

ŠVEMAWOOD gibt an, dass Transport und Montage auf dem Grundstück „stets als Teil der Lieferung gewährleistet werden“. Die Gegebenheiten auf Ihrem Grundstück kennt jedoch niemand besser als derjenige, der dort wohnt; daher ist es ratsam, diese bereits bei der ersten Beratung zu beschreiben.

Anschlüsse: Vor der Anlieferung des Hauses vorbereiten

Für Modulhäuser von ŠVEMAWOOD gilt: „Elektroinstallation, Wasser- und Abwasseranschlüsse sind im Inneren des Moduls vorinstalliert.“ Den Anschluss an die Versorgungsleitungen übernimmt das Unternehmen als Teil der Lieferung. Die Leitungen selbst müssen jedoch bis zum Haus verlegt sein.

Einige Vorschriften aus den Bauvorschriften (Stand: Oktober 2026, Verordnung Nr. 146/2024 Sb.): Der Wasseranschluss muss in frostfreier Tiefe verlegt oder vor dem Einfrieren geschützt sein; dasselbe gilt für die Rohrleitungen des Abwasseranschlusses.

Kurze Anschlüsse gelten gemäß dem Baugesetz als Kleinbauvorhaben, für das Sie keine Genehmigung benötigen. Hierbei handelt es sich um Wasser- und Abwasseranschlüsse in einer Entfernung von bis zu 25 m von einer bestehenden Hauptleitung oder einem bestehenden Abwasserkanal (mit Zustimmung des Grundstückseigentümers und des Eigentümers der Wasser- bzw. Abwasserleitung) sowie um Niederspannungs-Stromanschlüsse in einer Entfernung von bis zu 25 m vom bestehenden Netz, das vom Betreiber des Verteilungsnetzes eingerichtet wird. Die im September 2026 verabschiedete Novelle des Baugesetzes erhöht diese Grenze auf 100 m, und zwar ab dem ersten Tag des Monats nach ihrer Veröffentlichung im Gesetzblatt. Längere Anschlüsse gelten als einfache Bauvorhaben und bedürfen einer Genehmigung.

Wenn das Haus nicht auf einer Fundamentplatte, sondern auf Erdschrauben oder einem anderen Fundament über dem Boden steht, muss überlegt werden, auf welchem Weg die Anschlüsse frostgeschützt in das Haus geführt werden. In dem angeführten Vergleich wurden alle Anschlüsse in einen isolierten Schacht geführt, an den das Haus angeschlossen wurde.

Checkliste vor der Übergabe des Hauses

Untersuchung der Bodenverhältnisse und darauf basierender Fundamententwurf. Fertige und abgenommene Fundamente gemäß Projekt (z. B. Fundamentplatte, Streifenfundamente oder Erdschrauben). Klärung der Radonproblematik: entweder festgelegter Radonindex oder Lösung gemäß Ausnahmeregelung im Atomgesetz. Geprüfte Transportroute und Standort für den Kran, der das Modul aufstellt. Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse, die bis zur Anschlussstelle verlegt sind.

Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung des Grundstücks

ŠVEMAWOOD bietet auch Zusatzleistungen an: Erd- und Aushubarbeiten („Wir bereiten das Grundstück, die Fundamente sowie die Geländegestaltung vor der Montage des Hauses vor“) und Fundamentplatten. Im Formular für eine unverbindliche Anfrage können Sie direkt angeben, ob Sie das Grundstück bereits besitzen oder es erst noch erwerben werden. Die Beratung ist unverbindlich und kostenlos, und wir melden uns innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen. Sie können uns unter +420 733 703 605 anrufen oder eine E-Mail an svejdikmartinjob@gmail.com senden.